Geburtshilfe in Schongau wächst und wächst

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423 Neugeborene bereits am 27. September 2018. 2017 war diese Zahl erst zwei Monate später erreicht. Chefarzt Dr. Gerhard Schmidberger und Geschäftsführer Thomas Lippmann rechnen für 2018 mit knapp 600 Babys, das sind ca. 150 mehr als im vergangenen Jahr. Schongau genießt in der Geburtshilfe einen guten Ruf, der über die Landkreisgrenzen hinausreicht. Chefarzt, Gynäkologen, Pflege und Hebammen sind ein eingespieltes Team. „Die Geburtshilfe wird stark angenommen. Ich bin sehr stolz auf die Mitarbeiter und die Familien, die den Wert der individuellen Geburtshilfe zu schätzen wissen“, sagt Geschäftsführer Thomas Lippmann und wünscht sich noch mehr Geburten, denn wenn mehr als 50 Prozent aller Neugeborenen eines Landkreises in einer Klinik geboren werden, kann finanzielle Förderung des Bayerischen Staates in Anspruch genommen werden, die ein Million beträgt. Zusätzlich hofft Lippmann auf eine Kinderheilkunde, die derzeit noch im Landkreis fehlt.

Mit dem Garmischer Klinikum gibt es eine gelebte Kooperation in der Frühgeborenenversorgung. „Die Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut“, so Dr. Schmidberger. Ein Einstieg könnte ein Pädiater (Kinderarzt) sein, der zumindest halbtags im Schongauer Krankenhaus tätig wäre. Damit könnten auch viele Verlegungen von Neugeborenen wegen Anpassungsstörungen in das Garmischer Krankenhaus vermieden werden, die eine große Belastung für die Mütter und ihre Kinder darstellen.

Zufrieden verweist Dr. Schmidberger auf die Kaiserschnittrate, die mit etwa 27 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von ca. 32 Prozent liegt. Im Schongauer Krankenhaus betreut eine Hebamme nicht mehr als zwei Schwangere unter der Geburt. Eine weitere Hebamme befindet sich immer im Bereitschaftsdienst, sodass die werdenden Mütter sich auf  eine wohnortnahe individuelle Betreuung in familiärer Atmosphäre bei gleichzeitig hoher Qualität verlassen können. Auf das Stillen wird in Schongau viel Wert gelegt „ alle Frauen, die es wollen, verlassen voll stillend das Krankenhaus“, betont Hebamme Nadine Lachmann.

Aus der ehemaligen Belegabteilung im Schongauer Krankenhaus ist eine Hauptabteilung geworden, die mit dem Chefarzt, Oberärzten, Assistenzärzten, Hebammen und den Schwestern auf Station, davon sechs Kinderkrankenschwestern, ein festes Team hat.  „Die Schongauer Geburtshilfe steht auf einem festen Fundament“, sagt Dr. Schmidberger und zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung. Seine zunächst auf ein Jahr befristete Zusage, die Abteilung zu leiten, hat Schmidberger verlängert. Er will gemeinsam mit dem leitenden Oberarzt Dr. Ikechukwu Anikwe die Ausbildungsermächtigung (für drei Jahre geplant) beantragen, damit Schongau auch als Ausbildungsstätte für junge angehende Fachärzte attraktiv wird.


Die Geburtsvorstellung
kann Mo./Mit./Fr. nach Voranmeldung erfolgen
Tel. 08861/215-291. Es besteht die Möglichkeit, Kreißsaal, Ärzte, Hebammen und die Station kennenzulernen.