COPD

COPD

Bei COPD handelt es sich um eine chronische Lungenkrankheit. Das Kürzel steht für die englische Bezeichnung Chronic obstructive pulmonary disease. Neben Rauchern, gehören auch ehemalige Bergleute oder Personen, die einer hohen Schadstoffbelastung ausgesetzt sind zum COPD-Patientenklientel. Nach aktueller Zahlenlage gibt es in Deutschland 6,8 Millionen COPD-Erkrankte (www.lungeninformationsdienst.de). Schätzungen der WHO für das Jahr 2020 prognostizieren, dass COPD dann die dritthäufigste Todesursache ist. In den Entwicklungsländern ist dies auf Luftverschmutzungen zurückzuführen und in den Industrienationen aufs Rauchen.

Entstehung und Symptome

Der COPD voraus geht meist eine Verengung der Bronchien, die mit der Zeit chronisch wird. Dies führt in der Folge zu schwerer Atemnot auch in Ruhephasen, Husten, Schleimauswurf und einem deutlichen Leistungsabfall. Bei ersten Symptomen sollte der Hausarzt aufgesucht werden, damit rechtzeitig mit einer adäquaten Behandlung begonnen werden kann. In vielen Fällen erfolgt diese im sogenannten Disease Management Programm (DMP) .

Fast alle Kassen bieten diese DMP Programm mittlerweile an. Sie stellen sicher, dass chronisch Kranke eine kontinuierliche leitliniengerechte Versorgung erhalten und dies über die Sektorengrenzen hinweg. So ist in den DMP-Verträgen klar geregelt, wie lange der Patient mit seiner chronischen Erkrankung in hausärztlicher Versorgung bleibt, wann der Facharzt oder die Schwerpunktpraxis hinzugezogen wird und wann eine Überweisung in die Klinik angeraten ist. Ziel ist Über-, Unter- oder gar Fehlversorgung zu vermeiden.

Diagnose

Zur Diagnose von COPD wird unter anderem eine Lungenfunktionsprüfung durchgeführt, die zusätzlich zu der allgemeinen Symptomatik Aufschluss darüber gibt, ob und in welcher Schwere die Erkrankung vorliegt. Bei der Lungenfunktionsprüfung wird die Vitalkapazität ermittelt, d. h. wie viel Liter Luft der Patient nach dem tiefen Ausatmen wieder einatmen kann, und vor allem das FEV1 (Forcierte Einsekunden-Volumen). Dabei sollen Patienten zeigen, wie viel Liter Luft sie bei maximaler Anstrengung in einer Sekunde ausatmen können.

Stationäre COPD-Patienten

In die Klinik Schongau kommen Patienten, deren Zustand sich trotz ambulanter Behandlung massiv verschlechtert hat; also eine schwere Atemnot und der Verdacht auf einen pulmonalen Ineffekt und eine sogenannte Exazerbation vorliegt.  In der Klinik werden die Infektionen behandelt. Dies kann je nach Schwere der Erkrankung unterschiedlich lang dauern. In dieser Phase erhalten Patienten oft zeitweise oder auch kontinuierlich Atemunterstützung. Die medikamentöse Therapie wird entsprechend dem Gesundheitszustand der Patienten angepasst.

Die Schongauer Klinik verfügt über alle notwendigen medizinischen Geräte zur Diagnostik und Behandlung und das entsprechende Fachpersonal. Bei Bedarf werden Patienten mit Atemunterstützungsgeräten für zu Hause versorgt und geschult.

Wichtig ist, die COPD-Patienten für ihre Erkrankung zu sensibilisieren, sodass sie auf Warnzeichen achten, die möglicherweise auf einen Infekt hindeuten könnten. An erster Stelle sollte jedoch für rauchende COPD-Patienten stehen, den Nikotingenuss aufzugeben, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Klinik Schongau
Innere Medizin
Telefon 08861 215-454
Telefax 08861 215-138

Ihre Ansprechpartner

Dr. Wilhelm Fischer

Chefarzt Innere Medizin Klinik Schongau

Christian Sturm

Ltd. Oberarzt Innere Medizin

Claus Holm

Oberarzt Klinik Schongau